Treppen

In erster Linie sorgen Treppen natürlich dafür, dass man einfach und schnell zwischen verschiedenen Ebenen wechseln kann. Aber auch die Ästhetik sollte bei den Treppen nicht zu kurz kommen. Generell gehört zu einer Treppe ein Treppenlauf und vielleicht ein Treppenabsatz, aber ein Geländer ist nicht unbedingt notwendig, hat sich aber bei uns schon lange eingebürgert.

Um als Treppe zu gelten, müssen wenigstens drei Stufen aufeinanderfolgen, die dann als Treppenlauf bezeichnet werden. Alles, was weniger Stufen hat, geht höchstens als Absatz oder Stufe durch. Ein kleiner Streifzug durch die Geschichte zeigt ganz schnell, dass Treppen keine Erfindung der Neuzeit oder vielleicht der letzten 200 Jahre sind. Schon unsere Vorfahren hatten schon Treppen.

Ein ganz gutes Beispiel dafür ist die Anlage Zikkurats aus Mesopotamien. Scheinbar hatte diese Treppe nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern auch eine religiöse Bedeutung. In dieser Anlage sollten die Treppen die Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisieren. Aus dem alten Rom kennt man die Treppen als Sitzplätze aus den großen Theateranlagen. Und viel anderes sehen ja unsere heutigen Stadien auch noch nicht aus. Es hat sich nicht wirklich viel verändert, bis auf die Tatsache, dass wir heute noch Sitzbänke auf den Treppenstufen haben. Vielleicht waren es ja auch die alten Römer, die die ersten Treppen in ihren Häusern verbaut haben.

TreppenDie zweigeschossige „Villa rustica“ zeigt auf jeden Fall, dass die alten Bauherren in der Lage dazu waren. Seit dieser Zeit hat die Treppe eine interessante Entwicklung hinter sich gebracht. Vor allem in öffentlichen Gebäuden oder sogenannten Prunkbauten wie Schlösser oder großen Familienstammsitzen wurden die Treppen immer größer und prunkvoller. Oft haben sie den gesamten Eingang eines Gebäudes geprägt. Und auch heute stehen wir oft noch vor riesigen Treppen und bewundern die handwerklichen Fähigkeiten unserer Vorfahren. Da ist es manchmal richtig schade, dass moderne Treppen inzwischen oft nur noch den Charme einer Rolltreppe haben.

Bis heute hat die Treppe zwar ihre Grundfunktion behalten, aber sie wird inzwischen auch ganz gezielt als gestalterisches Element eingesetzt. Unterschieden wird dabei allerdings in Treppen für den Innenbereich und Treppen, die für Außen bestimmt sind. Da Außentreppen ständig den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen ausgesetzt sind, muss auch das Material rutschfest und witterungsbeständig sein. Ganz anders ist das bei den Innentreppen. Hier ist inzwischen die gestalterische Vielfalt so groß geworden, dass jeder Bauherr genau die Treppe finden kann, die seinen Ansprüchen genügt. Vor allem in Maisonetten Wohnungen oder den sogenannten Lofts entscheiden die Treppen oft darüber, ob die Wohnung modern wirkt oder klassisch.

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Raumspartreppe

1982 kam die erste Spindeltreppe auf den Markt. Sie dient dem Zweck für schmale und enge Aufgänge. Für den Wohnraumgebrauch setzte sich letzten Endes die Raumspartreppe durch. Wer möchte denn heut zu Tage noch einen riesen Staubfang-Treppe welche die Nutzung ...weiterlesen